Sommer, Sonne, Stand-up-Paddling – alles, was du dafür wissen musst!

Stand-up-Paddler auf seinem Board

Man sieht sie immer häufiger an Baggerseen, am Meer oder im Strandbad. Fleißig paddelnd gleiten sie auf dem Wasser am Ufer entlang. Stand-up-Paddling Sportler, entspannt auf dem Brett stehend, in einer Hand das lange Paddel, gemütlich auf den Wellen treibend.

Seinen Ursprung fand der Freizeitsport vermutlich in Afrika vor knapp 3500 Jahren: Fischer der indigenen Völker standen mit einem Paddel in der Hand in einem flachen Kanu auf der Jagd nach Beute. Die Stehposition ermöglichte ihnen einen besseren Überblick über die Wasseroberfläche und das Rudern einen schnelleren Antrieb. Ab den 1950er Jahren wurde die wackelige Wassersportart dann vor allem auf Hawaii immer beliebter. Und spätestens, als die ersten Extremsurfer mit einem Paddel in den Händen riesige Monsterwellen bezwangen, war der Begriff Stand-up-Paddling in aller Munde.

Mittlerweile ist aus dem Stehen zum Zweck eine beliebte und weitverbreitete Freizeitaktivität geworden. Zurecht: Stehpaddeln macht nicht nur Spaß, es ist auch fast überall praktizierbar, wo man ruhigeres Wasser findet und deswegen optimal mit einem entspannten Badetag zu verbinden. Denn selbst, wenn das mit dem Stehen auf dem Brett noch nicht ganz klappt, kann man sich auch sitzend, kniend oder liegend fortbewegen und auf dem Wasser entspannen. Selbstverständlich braucht es etwas Übung und Balance, um perfekt auf dem Board zu stehen, aber auch mit dem passenden Equipment ist einem Anfänger schon sehr geholfen. Wir zeigen dir deswegen hier, was du alles brauchst, um im nächsten Sommer die Freizeitsportart Stand-up-Paddling für dich zu entdecken.

Stabile Grundlage: das richtige Board

Ein gutes Brett sollte nicht nur kippstabil, sondern auch richtungskonstant und sicher sein. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Boards für das Stehpaddeln, je nach Geschmack und Technik des Sportlers. Aufblasbare Bretter sind leicht zu transportieren, gut für Anfänger und langlebig. Dafür musst du sie aber vor der Nutzung erst mithilfe einer Pumpe aufpumpen. Harte Boards hingegen sind eher für erfahrene Paddler geeignet, die gerne schnell und ausdauernd auf dem Wasser unterwegs sind. Sogenannte Lightboards sind vor allem für Kinder und kleinere Personen sehr angenehm. Spezielle Allrounder-Boards ermöglichen sogar verschiedenste Aktivitäten wie Yoga, Angeln oder Surfen auf dem Wasser. Die Auswahl an Brettern ist also genauso vielfältig, wie die Verwendungsmöglichkeiten dafür!

Das Herzstück: ein geeignetes Paddel

Selbstverständlich braucht es zum richtigen Stehpaddeln auch ein geeignetes Ruder. Qualitativ hochwertige Stand-up-Paddel haben einen guten Grip und eine individuell optimale Wasserverdrängung, sodass die Gelenke und Muskeln nicht unter der Last des Wassers anfangen zu schmerzen. Am besten eignen sich hier Ausrüstungsteile aus Glasfaser und Carbon. Um eine hohe Flexibilität zu ermöglichen, bieten sich auch größenverstellbare Paddel an. An sich gilt hier die Regel, dass im aufgerichteten Zustand ohne Probleme das Wasser erreicht werden sollte, die Finne aber nicht zu weit darin versinken darf, da es sonst schwierig wird, das Paddel effektiv zu bewegen.

Passende Bekleidung für jedes Wetter

Auf deinen Touren solltest du immer darauf achten, dass du geeignete Bekleidung trägst. Passende Bademode oder Neoprenanzüge schützen dich zuverlässig vor Kälte und Nässe. Ganz nach dem Motto “es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung” werden so auch bei unangenehmerer Witterung Stehpaddel-Erlebnisse ermöglicht. Bei Sonnenschein ist eine Kopfbedeckung und Sonnencreme zum Schutz unumgehbar, da die Sonne von der Wasseroberfläche nochmals reflektiert wird und man auf dem offenen Gewässer meist keinen Schatten findet.

In trockenen Tüchern

Wer länger auf dem Wasser unterwegs ist, für den bieten sich wasserdichte Rucksäcke und Transporttaschen an, die zuverlässig vor dem Nass schützen. Ideal, um Equipment für verschiedenste Aktivitäten auf der Board vor dem Nass zu schützen. Zudem kann man so auch wichtige Dinge, wie beispielsweise ein Handy mitnehmen, mit dem im Notfall Hilfe gerufen werden kann.

Safety first

Beim Stand-up-Paddeln gibt es ein paar Regeln, die dir deine Aktivität auf dem Wasser so sicher wie möglich machen sollen. Jeder Stand-up-Paddler sollte schwimmen können und am besten zusätzlich eine Schwimmhilfe bei sich haben. Schwimmflügel, Schwimmringe und ähnliches sind in riskanten Situationen wahre Lebensretter. Anfänger sollten zusätzlich für die ersten Touren am besten immer nahe am Ufer bleiben, da offene Gewässer oft tückisch und stellenweise auch gefährlich sein können. Die meisten Boards haben eine Leine, die an Hüfte oder Fuß befestigt werden kann, um mit dem Brett verbunden zu bleiben. Diese sollte bei ruhigen Gewässern immer angelegt werden, um Sicherheit zu garantieren. Beim Fahren in fließenden Gewässern wird allerdings eher davon abgeraten die Leine anzulegen, um bei drohender Gefahr nicht mitgerissen zu werden. Am besten paddelt es sich tendenziell immer zu zweit oder in einer kleineren Gruppe. Das ist am sichersten und macht garantiert nochmal doppelt so viel Spaß!

Wo darf ich Paddeln?

Nicht überall ist das Stand-up-Paddling gerne gesehen, auf manchen Gewässern ist es sogar verboten. Dazu zählen vor allem Schifffahrtsstraßen, Schleusen und Bereiche, die unter Naturschutz stehen. Grundsätzlich gilt aber, dass das Stehpaddeln auf allen deutschen Fließgewässern erlaubt ist. Auf Bayrischen Seen und dem Bodensee gibt es jedoch Einschränkungen, in der Schweiz ist es überall dort erlaubt, wo auch Ruderboote fahren dürfen und in Österreich gibt es nahezu keine Paddelverbote. Informiere dich also am besten im Voraus, wo du mit deinem Board ins Wasser darfst und wo nicht.

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